Konfirmation

Das Wort "Konfirmation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Befestigung" oder "Bekräftigung". Während der Konfirmandenzeit erfahren junge Menschen in ihrem Glauben und bei der Suche nach ihrem eigenen Lebensweg Unterstützung und Stärkung.
 
 
Ein erster Informationsabend mit der Möglichkeit, sich zur Konfirmation und zu den Konfi-Kursen anzumelden, findet im Juni statt. Dazu werden die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Eltern persönlich eingeladen. Anmelden können sich alle Jugendlichen, die bis zum 30. Juni im Jahr der Konfirmation 14 Jahre alt oder bei der Anmeldung in der 7. Klasse sind. Der Unterricht beginnt dann noch vor den Sommerferien im Juli. Die Begrüßung und Vorstellung der neuen Konfirmandengruppe im Gottesdienst findet in der Regel am letzten Sonntag vor den Sommerferien statt. Der Konfirmationstermin wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.
 
 
Die Konfirmandenzeit dauert rund ein Jahr. Miteinander reden, Fragen stellen und nachdenken über Gott und die Welt, über das Leben und was der christliche Glaube bedeutet, miteinander etwas erleben oder gemeinsam das Abendmahl feiern - das alles gehört dazu. Besondere Höhepunkte sind die Konfirmandenfreizeit und Konfi-Aktionen.
 
Konfi-Kurse
In den Konfi-Kursen lernen die Jugendlichen das Leben in einer Kirchengemeinde und in der Kirche kennen. Es werden die wichtigsten Glaubensinhalte und Glaubenssätze vermittelt. Außerdem geht es um eine starke Auseinandersetzung des eigenen Lebens mit christlichen Weltanschauungen. Der Unterricht findet mittwochs, je nach Gruppe von 15:30 bis 17:00 Uhr oder von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr, statt.
 
Gottesdienste
Selbstverständlich gehört auch der regelmäßige Besuch des Gottesdienstes dazu. Gelegentlich werden die Gottesdienste auch von den Konfirmand*innen mitgestaltet. Es werden Lieder vorgeschlagen, Gebete formuliert und Fragen und Ergebnisse aus dem Unterricht eingebracht. 
 
In der Regel wird die gesamte Konfirmandengruppe wird in einem großen Festgottesdienst konfirmiert. Fürbitte und Segen für den weiteren Lebensweg der jungen Menschen stehen im Vordergrund. Allen Konfirmand*innen wird der selbst gewählte Konfirmationsspruch und Gottes Segen zugesprochen.
 
Mit der Konfirmation werden auch bestimmte Rechte in der Kirche erworben: Man darf z.B. selbst Pate werden, selbständig am Abendmahl teilnehmen, an Gemeindeversammlungen und an den Wahlen des Kirchengemeinderats teilnehmen. Durch die Konfirmation wird man so auch zu einem mündigen Mitglied der Kirchengemeinde.
 
In der Taufe hat Gott zu den Babys, Kindern oder Jugendlichen Ja gesagt. Jetzt sollen sie ihr eigenes Ja sagen. Ihr Ja zur eigenen Taufe und damit ihr Ja zu sich selbst, ihr Ja zum eigenen Glauben und ihr Ja zur Zugehörigkeit der Gemeinde Jesu Christi. Ihr Ja als Antwort auf das Ja, das Gott ihnen bereits in der Taufe zugesagt hat.
 
Ja zu sich selbst
In einer Zeit, in der sich Jugendliche fragen "Wer bin ich?", kann die Konfirmandenzeit und die Konfirmation den Jugendlichen helfen, den Weg zu sich selbst zu finden und gerade in diesem Alter - wo sich vieles in und ums sie herum wandelt - sich selbst zu bejahen. Sie erfahren: Gott hat mich angenommen. Ich bin sein Kind. Ich bin ihm wertvoll. Er wendet sich mir persönlich zu.
 
Ja zum Glauben
Mit der Konfirmation soll deutlich werden, dass die Jugendlichen nun als mündige Christen in der Welt leben. Mündig werden heißt aber auch, Verantwortung zu übernehmen, sich eigenständig zu äußern und selbst Entscheidungen zu treffen. Mit der Konfirmation sprechen die Jugendlichen nun selbst das Bekenntnis des Glaubens, das bei ihrer Taufe noch ihre Eltern und Paten für sie gesprochen haben. Die gemeinsame Konfirmandenzeit auf die Vorbereitung der Konfirmation, soll dazu beitragen, dass die Jugendlichen dieses Bekenntnis und seine Bedeutung besser verstehen.
 
Ja zur Gemeinschaft der Christen
Konfirmandinnen und Konfirmanden erleben die Gemeinschaft der Kirche vor allem in ihrer Gruppe. Dort können sie viele gute Erfahrungen machen, Gestaltungsformen des Glaubens miteinander erproben und darüber hinaus lernen, wie sie Krisen gemeinsam bewältigen können. Sie werden ermuntert, am Leben der Gemeinschaft teilzunehmen und es mitzugestalten. Als Einzelne brauchen wir die Gemeinschaft für unseren Glauben. Deshalb werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden gefragt, ob sie Ja zu dieser Gemeinschaft der Glaubenden sagen können. Auch die Gemeinde braucht die jungen Gemeindeglieder, ihre Lebendigkeit, ihre Ideen und ihren Widerspruch. Deshalb ist es wichtig, dass die Gemeinde in der Konfirmation Ja sagt zu ihren Jugendlichen, für sie betet und sie begleitet.
  
TERMINE
So. 26.04.2026, 10:00 Uhr
am Sonntag Jubilate
Melanchthonkirche
Malsch