Einander anvertraut – Mit Gottes Segen

„Wollt ihr in Freude und Leid beieinander bleiben bis der Tod euch scheidet, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe." Vor dem Traualtar in der Kirche geht es um Gottes Segen für das Zusammenleben und um das Versprechen, ein Leben lang beieinander zu bleiben.
„Gott gebe euch die Kraft, in Frieden beieinander zu bleiben, solange ihr lebt.", heißt es darum in der kirchlichen Trauung. Gott macht aus der Ehe mehr als eine Zweckgemeinschaft. Er zeigt, dass in jedem Menschen etwas Kostbares steckt, das in keinem anderen ist.
 
 
 
In der Regel finden kirchliche Trauungen am Samstag statt. Wichtig ist die frühzeitige Anmeldung im Pfarramt, damit sichergestellt ist, dass die Melanchthonkirche zur Verfügung steht.
Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist die Eheschließung auf dem Standesamt. Gebraucht wird deshalb die Heiratsurkunde mit dem Aufdruck "Nur für kirchliche Zwecke" sowie das Stammbuch, in das der Vollzug der kirchlichen Trauung eingetragen wird.
Für eine evangelische Trauung sollten in der Regel beide Eheleute einer christlichen Kirche angehören und eine/r der beiden muss Mitglied der Evangelischen Kirche sein.
 
Kann man auch ökumenisch heiraten?
Wenn ein Partner der Evangelischen, der andere der Katholischen Kirche angehört, gibt es die Möglichkeit, unter Beteiligung von Geistlichen beider Konfessionen zu heiraten. Dies kommt vor allem dann in Frage, wenn beide Partner ihrer Kirche verbunden sind. Die Trauung ökumenisch zu halten, nur weil Rücksichten auf die Verwandtschaft genommen werden sollen oder weil man sich nicht für eine Konfession entscheiden kann, ist weniger sinnvoll
 
Wenn Sie evangelisch heiraten, jedoch Ihre Trauung von der katholischen Kirche anerkannt werden soll, braucht der katholische Partner eine Dispens (Freistellung von der kirchenrechtlichen Eheschließungsform). Ihr Pfarramt wird Ihnen dabei weiterhelfen.
 
Trauung gleichgeschlechtlicher Paare
Die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden hat am 23.4.2016 mit Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, dass gleichgeschlechtliche Paare, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft vor dem Standesamt eingegangen sind, in einem öffentlichen Traugottesdienst gesegnet werden können.
 
Es findet einige Wochen vor dem Hochzeitstermin mit dem Pfarrer statt. Bei diesem Gespräch werden Fragen zur Bedeutung der kirchlichen Trauung, zu Ehe und Partnerschaft aus christlicher Sicht beleuchtet und gemeinsam besprochen.
Natürlich wird auch alles zur Sprache kommen, was um die kirchliche Trauung herum zu bedenken ist: Wie soll der Gottesdienst gestaltet werden, Liedauswahl, Fürbitten, Musik und anderes mehr. Bei der Gestaltung des Traugottesdienstes können sich die Brautpaare gerne einbringen und z.B. die biblische Lesung, Musik, Gesang, Gebete oder Texte selbst aussuchen. Auch Angehörige und Freunde können im Gottesdienst, beispielsweise bei den Gebeten, mitwirken. Informationen zum Ablauf und mögliche Trausprüche sind im Internet zu finden unter www.trauspruch.de.
 
Bei der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und Gebeten Gott darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag beizustehen. Gott soll das Fundament ihrer Partnerschaft sein. Die Ehepartner versprechen sich vor Gott und der versammelten Gemeinde die lebenslange Liebe, Fürsorge und Treue "mit Gottes Hilfe" und machen damit Ihre Beziehung öffentlich.
 
Der Blumenschmuck
Für den Blumenschmuck in der Kirche sorgt das Brautpaar. Die Blumen sollten nach Absprache mit unserem Kirchendiener, Herrn Walter, am Vormittag der Trauung in die Kirche gebracht werden. Findet am Tag Ihrer Trauung noch eine weitere Trauung in der Kirche statt, so ist es sinnvoll, sich mit dem anderen Brautpaar auf einen gemeinsamen Blumenschmuck zu einigen.
 
Fotografieren im Gottesdienst
Natürlich gehören zu solch einem Festtag Fotos dazu. Allerdings sind dem Fotografieren und Filmen während des Gottesdienstes Grenzen gesetzt. Gute Motive bieten sich beim gemeinsamen Einzug in die Kirche, beim Ringwechsel und beim Auszug. Gebet und Segen sollten dagegen nicht durch Foto- oder Filmaufnahmen gestört werden. Nach dem Gottesdienst kann selbstverständlich auch in der Kirche fotografiert werden. Bitte stimmen Sie sich rechtzeitig mit dem Pfarrer ab, wann das Fotografieren und Filmen möglich ist.
 
Zur Silbernen, Goldenen, Diamantenen Hochzeit besteht bei manchen Paaren der Wunsch, sich den Segen Gottes erneut zusprechen zu lassen. Bitte wenden Sie sich hierzu direkt an das Pfarramt.
 
Weitere Informationen ...
 ... zum Thema kirchliche Trauung finden Sie unter anderem auf der Homepage der Evangelischen Kirche Deutschland.